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Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Kotanalysen bei Schildkröten



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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 30.01.2011 Share it on Facebook


Baker, B.B., Sladky, K.K. & S. M. Johnson (2011): Evaluation of the analgesic effects of oral and subcutaneous tramadol administration in red-eared slider turtles. – J Am Vet Med Assoc. 238: 220-7.

Evaluation der schmerzstillenden Wirkung für oral und subkutan verabreichtes Tramadol bei Rotwangenschmuckschildkröten.


Ziel: Um die Dosis- und Zeit-abhängige analgetische (schmerzstillende) Wirkung von Tramadol sowie dessen Einfluss auf die Atmung zu untersuchen, behandelten wir Rotwangenschmuckschildkröten (Trachemys scripta elegans). Studiendesign: Überkreuzstudie mit 30 adulten männlichen und weiblichen Rotwangenschmuckschildkröten. Methoden: 11 Schildkröten erhielten Tramadol in verschiedenen Dosen (1, 5, 10, oder 25 mg/kg [0.45, 2.27, 4.54, oder 11.36 mg/lb], PO (oral) oder 10 bzw. 25 mg/kg, SC; subkutan) oder eine in gleicher Weise verabreichte Kontrolllösung. Der Grad der analgetischen Wirkung wurde anhand der Verzögerung des temperaturinduzierten Hinterbeineinziehreflexes (TWDLs) 0, 3, 6, 12, 24, 48, 72, und 96 Stunden nach der Tramadolbehandlung überprüft. Neunzehn andere freischwimmende Schildkröten erhielten Tramadol oral (5, 10, oder 25 mg/kg) und es wurden die Ventilation (V(E)) (Atemfrequenz) sowie das Ventilationsvolumen (V(T)) und die Zeit für das Ausatmen gemessen. Ergebnisse: Die höchsten Tramadoldosen (10 und 25 mg/kg, oral) ergaben die größten Durchschnittswerte für die TWDLs zwischen 6 und 96 Stunden nach der Gabe im Vergleich zur Kontrollbehandlung, während Tramadolgaben von 5 mg/kg, PO, größere Werte für die TWDLs bei 12 und 24 Stunden ergaben. Die niedrigste Dosis von 1 mg/kg, erzielte keine analgetische Wirkung. Subkutane Tramadol Injektionen erzielten niedrigere TWDLs, einen verzögerten Beginn der Wirkung und eine verkürzte Dauer der Wirkung im Vergleich zu den oralen Verabreichungen. Tramadoldosen von 10 und 25 mg/kg oral reduzierten die Ventilation V(E) bei 12 Stunden um jeweils etwa 51% und 67% und zwischen 24 bis 72 Stunden um jeweils 55% - 62% bzw. 61 % - 70%. Allerdings hatte eine orale Tramadolgabe von 5 mg/kg keine Auswirkungen auf die Ventilation V(E). Schlussfolgerung und Klinische Relevanz: orale Tramadolgaben von 5 bis 10 mg/kg führten zu einer effektiven thermischen Analgesie bei nur leicht erniedrigter Atmung im Vergleich zu dem was für die Analgesie mit Morphium bei Rotwangenschmuckschildkröten bekannt ist.


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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus