Wissenschaft im Fokus
Baldwin, E. A., M. N.
Marchand & J. A.
Litvaitis (2004): Terrestrial habitat use by
nesting painted turtles in landscapes with different levels of fragmentation. –
Northeastern Naturalist 11: 41-48.
Nutzung terrestrischer Habitate
von Eier legenden Schmuckschildkröten in Landschaften mit verschiedenen
Graden der Fragmentierung (Zersiedlung)
Als Teil einer umfassenden Studie der Effekte, die sich aus Landschaftsveränderungen
für die Demographie von aquatischen Schildkröten ergeben, untersuchten wir die
Nutzung von höhergelegenen Habitaten durch adulte weibliche Schmuckschildkröten
(
Chrysemys picta) während der Legesaison. Wir wählten drei Teiche, die
betroffen waren von vielfältigen Landschaftsumgestaltungen zur Landentwicklung und
Nutzung (z. B. Straßendichte variierte zwischen 0,9-7,3 km/km
2). Die
terrestrische Lokalisation von mit Transmittern ausgestatteten Weibchen (n=8) und die von
zufällig an Land gefundenen Weibchen (n=10) wurden genutzt um: 1. Die bis zum
Ablageplatz zurückgelegte Strecke zu ermitteln; 2. Die Häufigkeit der dabei
vorkommenden Straßenüberquerungen zu erfassen und 3. Zu ermitteln wie sich die
Menge der vorhandenen potentiellen Ablageplätze auf die zurückgelegte Strecke
auswirkt. Die durchschnittliche Entfernung in gerader Linie vom Teichufer bis zum
Ablageplatz variierte zwischen 54-115 m. Durchschnittlich kam es zu 5
Straßenüberquerungen, wobei 2 Tiere starben. Die zurückgelegte Entfernung
war negativ korreliert mit der Häufigkeit gewässernaher Ablageplätze. Auch
wenn die adulten Weibchen relativ sicher sind, wenn sie ufernahe Ablageplätze nutzen,
so scheint doch das Risiko des Nestraubs gewässernah höher zu sein. Als ein
Ergebnis kann man sagen, dass die Bereitstellung von Ablageplätzen (in Korridoren),
die nicht in der Nähe zu Straßen und Nutzungsflächen liegen, zu einer
Populationserholung beitragen könnten.
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