Wissenschaft im Fokus
Bidmon, H.-J. (2003): Indische
Sternschildkröten Geochelone elegans
(Schoepff, 1795): Ihre Terrarien- und
Freilandhaltung und Nachzucht. Emys 10(1): 4-42.
Geochelone elegans gehört wohl ihrer auffälligen,
kontrastreichen Zeichnung wegen, neben der madagassischen
Strahlenschildkröte,
G. (Asterochelys) radiata, zu den
begehrteren tropischen Landschildkröten. Dabei ist davon auszugehen, dass
auch
G. elegans von den in Südostasien stattfindenden
Veränderungen mit ihren negativen Auswirkungen auf Fauna und Flora
mancher Orts betroffen sein könnte, sodass die Erhaltung bestimmter
Population in Gefangenschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Von vielen wird
ihre Haltung jedoch als schwierig eingestuft. Dies verwundert nicht, bei dem
riesigen Verbreitungsgebiet mit seinen verschiedensten Klimaten. Es werden die
derzeit diskutierten, geographischen Formen kurz angesprochen, um darauf
aufmerksam zu machen, dass wohl die größten Probleme bei der
Haltung aus ungenauen Herkunftsangaben resultieren. Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation bezüglich der Zuordnung der derzeit in Europa
gehaltenen Tiere werden zur Diskussion gestellt.
Im Wesentlichen wird die Haltung und Entwicklung von Sternschildkröten
pakistanischer Herkunft von 1992 an beschrieben. Ebenso wird die daraus
hervorgegangene Zuchtgruppe (2 Männchen, 3 Weibchen), die sich seit
1995/96 regelmäßig, erfolgreich fortpflanzt vorgestellt. Es wird die
Freilandhaltung (Mai - September/Oktober, Schlüpflinge, Adulte), sowie die
Einrichtung und Ausstattung (Kalkhügel, Futterpflanzen, Klimatisierung) der
Freilandlandanlage erläutert. Desweiteren wird das Kopulationsverhalten,
sowie die Eiablage im Freiland in Abhängigkeit von den klimatischen
Bedingungen vorgestellt. Wobei auch das ausgeprägte Dominanzverhalten
und die Hierarchie der Weibchen und die mit diesem Verhalten assoziierten
Symptome bis hin zu Gesundheitsproblemen angesprochen werden. Da sich der
zweite Teil der Reproduktionsphase meist zwischen Oktober und Dezember
abspielt, erfolgt im Anschluss die Beschreibung der Zuchtanlage im Wintergarten,
sowie die Einrichtung und Ausstattung der Terrarien für die Jungtiere und
die Fütterung.
Im Weiteren werden die Eiablagen, Maße, Eiformen/Gewichte und
Entwicklung bei verschiedenen Temperaturen (relative Luftfeuchte, Brutsubstrate),
sowie der Schlupf, die Nachsorge, Variationsbreite im Zeichnungsmuster und die
Entwicklung der Jungtiere aufgezeigt.
Zum Schluss werden noch die wesentlichen Aspekte der Gesundheitsvorsorge,
sowie die bis dato aufgetretenen Erkrankungen und Parasitosen sowie deren
bislang erfolgreiche Behandlung besprochen. Hier wird insbesondere auf die
Ursachen, des in meinen Augen „Pseudoproblems der feuchten
Nasen“, welches wohl vielen
G. elegans unnötigerweise,
durch falsche Diagnose und Behandlung das Leben verkürzt haben
dürfte, eingegangen.
Zum Seitenanfang
Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie
einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.