Wissenschaft im Fokus
Veröffentlicht: 17.10.2010
Cheng Y. Y., Chen T.Y., Yu P.H. & C.H. Chi (2010): Observations on the Female Reproductive Cycles of
Captive Asian Yellow Pond Turtles (Mauremys mutica) With Radiography and Ultrasonography. – ZOO BIOLOGY 29(1):50-58.
Beobachtung des weiblichen Reproduktionszyklus bei in Gefangenschaft gehaltenen asiatischen Gelben
Sumpfschildkröten (Mauremys mutica) mittels Radiographie und Ultrasonographie.
Der jährliche Reproduktionszyklus von 27 weiblichen
Mauremys mutica wurde radiologisch und ultrasonographisch von April 2006
bis August 2007 untersucht. Die Röntgendiagnostik wurde eingesetzt um die Gelegegröße zu bestimmen, während die
Ultraschalldisgnostik benutzt wurde um die Follikelreifung und die dabei auftretenden Veränderungen zu erfassen.
Im September begann die Vergrößerung der Follikel und sie erreichten die präovulatorische Größe im Januar.
Der Durchschnittswert für die Größe der Follikel zur Zeit der Ovulation (Eisprung) betrug 18,3 mm (+/-1.44 mm).
Eisprünge ereigneten sich von März bis August. Eiablagen erfolgten zwischen April und August. Die Schildkröten begannen ihre
latente Periode im frühen August. Die maximale Follikelgröße, die in dieser Zeit zu beobachten war, betrug im späten
September 13,22 mm (+/-2.36 mm). Die erneute Vitellogenese (Dotterbildung) für den nächsten Reproduktionszyklus begann im
Oktober. Die 24 adulten Weibchen legten 56 Gelege mit insgesamt 227 Eiern ab. Die durchschnittliche Gelegegröße betrug 4,05 Eier
(Spanne 1 – 8) und es gab durchschnittlich 2,33 Gelege (Spanne 1 – 4) pro Weibchen.
Erste Ansätze der Eierschalen konnte man am sechsten und siebten Tag nach dem Eisprung erkennen.
Die Zeit die die Eier in den Eileitern verweilten betrug durchschnittlich 6,9 Wochen (Spanne 2 – 16 Wochen) für das erste Gelege,
3,4 Wochen (Spanne 2 – 8 Wochen) für das Zweitgelege und 2,75 Wochen (Spanne 2 – 6 Wochen) für das Drittgelege.
Radiographie und Ultrasonographie sind nicht invasive und nützliche Methoden um den Reproduktionszyklus von weiblichen
M.
mutica zu untersuchen. Diese Methoden sollten sich auch für andere Schildkrötenarten eignen und dazu beitragen unser Wissen
über die Reproduktionsphysiologie von Schildkröten zu verbessern.
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