dauvi Verlag – Schildkröten im Fokus dauvi Verlag
 
News
Zeitschriften
Bücher
Verlag
Impressum
 
 
S U C H E


Neue Seiten anzeigen
powered by crawl-it
Kindersuchmaschine fragFINN
 
N E W S
Wissenschaft
im Fokus

Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

  RSS-Feed
  facebook

Kotanalysen bei Schildkröten



Aktuelle Ausgabe:

Jetzt im Format DIN A4


Wissenschaft im Fokus


Cruz Márquez, D. A., S. L. Wiedenfeld & J. Chávez (2007): Human-caused and natural mortality of giant tortoises in the Galapagos Islands during 1995-2004. – Oryx 41: 337-342.

Die durch Menschen verursachte und natürliche Mortalität bei Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln zwischen 1995-2004


Obwohl das Töten von Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln seit 1933 verboten ist, werden immer noch Tiere gewildert. Das Personal des Galapagos National Park Service und der Charles Darwin Research Station unterzieht die Populationen der Schildkröten einer regelmäßigen Inspektion auf allen Inseln und registriert dabei alle toten Schildkröten. Für die Periode von 10 Jahren (1995-2004) erfasste das Feldpersonal 190 getötete Riesenschildkröten, wobei die Tiere primär im südlichen Teil der Insel Isabela registriert wurden. Während der ersten sechs Jahre lag die Anzahl der getöteten Schildkröten noch unter 15 pro Jahr, aber seit 2001 stieg die Anzahl getöteter Tiere drastisch an, mit 49 gewilderten Schildkröten allein in 2004. Während der gleichen 10 Jahre lag die Anzahl der auf natürliche Weise verstorbener Schildkröten bei 131. Die Mehrheit dieser natürlichen Todesfälle standen in Zusammenhang mit dem El Niño 1997-1998 und mit dem Ausbruch einer Krankheit auf der Insel Santa Cruz 1996 und 1999. Die Ergebnisse zeigen, dass der Verlust durch Wilderei die natürliche Mortalitätsrate übersteigt, was signifikante Konsequenzen für diese langlebigen sich langsam fortpflanzenden Tiere hat. Verstärkte Aufklärungsarbeit und Ausbildung zum Naturschutz in der einheimischen Bevölkerung im Südteil von Isabela waren wenig effektiv. Da aber die Schildkrötenwilderei nur an wenigen Orten stattfindet, könnte eine effektivere Überwachung die Zahl der gewilderten Schildkröten reduzieren.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Ja wenn man diese Probleme des Naturschutzes noch nicht einmal auf dem Vorzeige- und Paradebeispiel Galapagos in den Griff bekommt, was kann man da noch von den eher weniger gut ausgeprägten Schutzbemühungen in den anderen Biotopen auf dieser Erde erwarten?




Zum Seitenanfang



Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.



© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus