Wissenschaft im Fokus
Epperson, D. M &
C. D. Heise (2003): Nesting and hatchling ecology of
gopher tortoises (Gopherus polyphemus) in
southern Mississippi. – Journal of Herpetology 37: 325-324.
Eiablage und Ökologie
der Schlüpflinge der Gopherschildkröte (Gopherus
polyphemus) im Süden von Mississippi
Wir untersuchten die Reproduktions- und Schlüpflingsökologie der
Gopherschildkröte im Camp Shelby Trainingszentrum im Süden des
Bundesstaates Mississippi zwischen 1997 und 2000. Es wurden Daten zur Eiablage,
Schlupfrate, Überlebensrate der Schlüpflinge und zur Wanderung der
Schlüpflinge erhoben. Die Gelege wurden zwischen dem 19. Mai und 17. Juli
abgelegt, wobei die höchste Zahl von Eiablagen zwischen dem 26. Mai und 8.
Juni beobachtet werden konnte. Die durchschnittliche Gelegegröße
bestand aus 4,8 Eiern, die mittlere Nesttiefe betrug 16 cm und der
durchschnittliche Abstand der Nestgruben zum nächstgelegenen
Höhleneingang betrug 46 cm. In den meisten Nestern wurden die Eier in zwei
horizontalen Lagen platziert (also unterschiedlich tief, bzw. übereinander).
Die durchschnittliche Inkubationszeit betrug 88 Tage und die durchschnittliche
Schlupfrate lag bei 28,8 %. Wir fanden keine signifikanten Unterschiede in Bezug
auf Schlupfrate, Inkubationsdauer und Carapaxlänge sowie dem Gewicht der
Schlüpflinge. Es gab auch keine Unterschiede bezüglich der
Eiablageplätze zwischen gerodeten und bewaldeten Zonen. Achtundvierzig
Schlüpflinge wurden mit Sendern versehen, um ihre Überlebensrate und
Aktivitätsmuster zu erfassen. Die Schlüpflinge wurden insgesamt 736 Tage
lang überwacht, allerdings wurden die meisten (65 %) schon während der
ersten 30 Tage getötet. Die Überlebensrate war sehr niedrig mit nur einem
Schlüpfling nach 736 Tagen. Die meisten Schlüpflinge fielen
Säugetieren zum Opfer (54 %), ebenso bemerkenswert war der Verlust (27 %) durch
die eingeschleppte Rote Feuerameise (Solenopsis invicta). Schlüpflinge, die die
erste Überwinterung überstanden hatten, entfernten sich wesentlich weiter
vom Eiablageplatz als das aus vorhergehenden Studien berichtet worden war.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Zuwachsraten der Population
extrem niedrig sind, was die demographische Entwicklung der Population im Camp
Shelby beeinflussen dürfte.
Zum Seitenanfang
Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie
einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.