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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 21.05.2017 Share it on Facebook


Freire, S. M., A. R. Leal, M. Knoff, D. C. Gomes, J. N. Santos, E. G. Giese, R. J. Silva & I. L. Mendonça (2017): Chapiniella variabilis (Nematoda) parasitizing Chelonoidis carbonarius and C. denticulatus (Testudinidae) in the state of Piauí. – Rev Bras Parasitol Vet. doi: 10.1590/S1984-29612017011.

Chapiniella variabilis (Nematoda) parasitiert in Chelonoides carbonarius und C. denticulatus im Bundesstaat Piau.


Bei Chapiniella variabilis (Chapin, 1924) handelt es sich um einen strongyloiden Nematoden der als Parasit des Dickdarms bei den Landschildkröten Chelonoidis carbonarius (Spix, 1824) (Cc) und C. denticulatus (Linnaeus, 1766) (Cd) die im zoologischen Park der Gemeinde Teresina im Bundesstaat Piauí in Brasilien gesammelt wurde. Die taxonomische Bestimmung erfolgte anhand von morphologischen und morphometrischen Merkmalen, die lichtmikroskopisch und rasterelektronenmikroskopisch erfasst wurden. Die hier vorgestellte Studie liefert neue Erkenntnisse zur Morphologie, die sich hauptsächlich auf die Mundpapillen, die externen und internen blattförmigen, kronenartig angeordneten Elemente um die Mundöffnung, die Ausscheidungspore, die Cervicalpapillen und das Hinterende von männlichen und weiblichen Exemplaren beziehen. Die parasitischen Indices zur Häufigkeit (P), Mittlerer Befallsgrad (MI), mittlere Befallshäufigkeit (MA) und Infektionsrate (RI) für C. variabilis bei diesen beiden Landschildkrötenspezies betrugen: P = 100 %, MI = 833,3, MA = 833,3, RI = 500–1.500 (Cc); P = 100 %, MI = 472,2, MA = 472,2, RI = 333–500 (Cd). Dieser Bericht beschreibt für C. variabilis einen neuen Wirt, C. carbonarius, und liefert Angaben für einen weiteren Bundesstaat innerhalb Brasiliens und in der neotropischen Region Südamerikas. Zudem werden Angaben zum Wirtsmanagement mit dem Ziel die Hygiene und den Gesundheitszustand zu verbessern vorgeschlagen.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Hier werden Darmparasiten für zwei südamerikanische Landschildkröten beschrieben, die sicher weiter verbreitet sind als bisher bekannt, denn in vielen Gebieten sind solche Untersuchungen ja nicht durchgeführt worden. Letzteres sollte uns wieder einmal daran erinnern, dass solche Schildkrötenimporte – auch wenn es sich um Nachzuchten handelt – auch Parasiten und andere Krankheitserreger mitbringen können. Ein Thema, das schon öfter diskutiert worden ist.



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© Michael Daubner 2017Schildkröten im Focus