Wissenschaft im Fokus
Lawson, D. P. (2006): Habitat use, home range,
and activity patterns of hingeback tortoises, Kinixys erosa and
K. homeana, in southwestern Cameroon. – Chelonian Conservation
and Biology 5 (1): 48-56.
Habitatnutzung, Habitatgröße und
Aktivitätsmuster der Scharnierschildkröten , Kinixys
erosa und K. homeana, im
südwestlichen Kamerun
Habitatgröße und Nutzung sowie das saisonale Verhalten der
zentralafrikanischen waldbewohnenden Landschildkröten
Kinixys
erosa und
K. homeana wurden quantitativ mittels der
Radiotelemetrie erfasst, wobei drei versetzte und sechs residente Individuen
für 2,3 Jahre im südwestlichen Kamerun evaluiert wurden, wo beide
Arten sympatrisch vorkommen. Individuen beider Arten variierten stark in Bezug
auf die totale und Minimum Convex Polygon-Habitatgröße, die zwischen
1,1-47,8 ha schwankte. Abschätzungen der Habitatgröße nach der
Methode zur „Harmonischen Oberflächenareals“ ergaben, dass die
meisten Schildkröten sich in einem wesentlich kleineren Hauptareal
aufhielten, das nur 5-25 % des Gesamthabitats ausmachte. Männchen beider
Spezies hatten größere Habitatgrößen, und Individuen, die
für mehr als ein Jahr lokalisiert wurden, zeigten zunehmend kleinere
Jahreshabitatgrößen. Es bestand eine sehr große
Überlappung der Gesamthabitatgrößen der einzelnen Individuen,
aber wenig bis kaum Überlappungen bei den Haupthabitaten der einzelnen
Individuen beider Spezies.
Kinixys homeana wurde wesentlich
häufiger in offenen Lücken zwischen den Waldgebieten lokalisiert als
K. erosa, aber es gibt eine große Überschneidung der
Habitate und Mikrohabitate, die von beiden Arten genutzt wurden. Die
Schildkröten zeigten eine Tendenz zur Gewichtszunahme sowohl am Anfang wie
auch zum Ende der Regenzeit, und sie zeigten einen Gewichtsverlust in der Mitte
jeder Saison.
Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Interessant wäre zu erfahren, wodurch die Gewichtszunahmen bedingt
sind, denn eine Gewichtszunahme zum Ende der Regenzeit könnte durch eine
maximale Wasserspeicherung für die beginnende Trockenzeit und Aestivation
verursacht werden, während zu Beginn der Regenzeit verstärkte
Nahrungsaufnahme und Gonadenaktivität sowie Eireife dafür
verantwortlich sein könnten. Dinge, die eventuell auch für eine dem
Jahreszyklus entsprechende Haltung von Bedeutung sein könnten.
Zum Seitenanfang
Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie
einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.