Wissenschaft im Fokus
Veröffentlicht: 03.10.2010
Liu Y.X. et al. (2009): Activity rhythms and time budget of Sacalia quadriocellata in captivity. –
Herpetological Journal 2009 Oct 19(4): 163-172.
Aktivitätsrhythmus und Zeitbudgets von Sacalia quadriocellata in Gefangenschaft.
Von August 2002 bis Juli 2004, wurde das 24 Stunden Zeitbudgets und die Aktivitätsrhythmen von 15
Sacalia quadriocellata in
Gefangenschaft untersucht. Die Tiere, acht Weibchen und sieben Männchen,sind aldulte Wildfänge aus Qiongzhong auf der Insel Hainan.
Die Ergebnisse zeigten dass
S. quadriocellata durchschnittlich 96,9% der Zeit mit Ruhen und nur durchschnittlich 3% in Bewegung
verbringt. Die zur Nahrungsaufnahme verwandte Zeit beschränkt sich auf 1% der Zeit. Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden im
Zeitbudget deutlich. So verbrachten Weibchen signifikant mehr Zeit in Bewegung als männliche Tiere und ruhten als Konsequenz weniger.
Es konnte kein Geschlechtsspezifischer Unterschied im Bezug auf die zur Nahrungsaufnahme verwendete Zeit nachgewiesen werden.
Die Varianzanalyse (ANOVA) zeigte bei Betrachtung der Gesamtzeitbudgets eine größere Variation unter den weiblichen Tieren als
unter den männlichen. Dieser Unterschied könnte durch die unterschiedlichen Rollen bei der Reproduktion begründet sein. Alle
beobachtbaren Verhaltensweisen zeigten signifikante tägliche Rhythmen. Die täglichen Bewegungsmuster gipfelten zwischen 07:00
– 13:00 h und zwischen 19:00 bis 03:00. Die Nahrungsaufnahme erfolgte zwischen 07:00 bis 09:00 und von 19:00 bis 03:00. Die anderen
Verhaltensmuster zeigten eine ähnliche Verteilung. Im Vergleich zu Freilandstudien zeigte sich in Gefangenschaft eine
größere Koinzidenz im Verhalten, obwohl deren Peaks und Subpeaks zeitlich überlappten. Diese Überlappung resultiert aus
den unterschiedlichen Strategien der Nahrungssuche. Über das Jahr gesehen ergaben sich signifikante Schwankungen, so konnte eine
erhöhte Bewegungsaktivität und eine erhöhte Nahrungsaufnahme von April bis September festgestellt werden.
Geringe Differenzen der Bewegungsmuster zwischen Weibchen und Männchen ergaben sich für Januar, Februar und Juni.
Die Bewegungsaktivität erwies sich als positiv korreliert mit der Lufttemperatur im Gehege während sich für das
Fressverhalten eine positive Korrelation mit der relativen Luftfeuchte nachgewiesen werden konnte. Zwischen Luftfeuchte und
Bewegungsaktivität konnte kein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden. Mittels Clusteranalyse wurden die 12 Monate des Jahres
in zwei Perioden unterteilt: Eine aktive Periode (AP) und eine Ruheperiode (QP).
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