Wissenschaft im Fokus
Veröffentlicht: 12.06.2011
Loehr, V. J.T. (2010): Structure and Dynamics of a Namaqualand Speckled Tortoise (Homopus signatus
signatus) Population over 5 Years of Rainfall Variation. – Chelonian Conservation and Biology, 9(2): 223–230.
Struktur und Dynamik einer Population der gesägten Flachschildkröte (Homopus signatus
signatus) über fünf Jahre mit variierenden Niederschlägen.
Homopus signatus signatus ist eine kleine Landschildkröte, endemisch im ariden Nordwesten Südafrikas, einem Gebiet das
stark auszutrocknen droht. Die Unwissenheit darüber wie das Taxon auf ein austrocknendes Habitat reagieren wird unterstreicht die
Notwendigkeit Populationen zu untersuchen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren, der sowohl über- als auch
unterdurchschnittliche Regenfälle enthielt, habe ich eine Fang Wiederfang Studie durchgeführt um die Populationsstruktur, die
Abundanz, das Überleben und den Effekt der Regenfälle zu analysieren. Die Population wies eine beständige
Größenklassen Verteilung auf und enthielt ähnliche Zahlen an Männchen, Weibchen und Jungtieren – Anzeichen einer
funktionierenden sich reproduzierenden Population. Die Population bestand aus stationären und nicht stationären Individuen mit
einer Abundanz von 16-21 stationären Schildkröten pro Hektar. Hohe Frühjahrsaktivitäten wurden durch hohe
Wiederfangquoten (0.35–0.94) deutlich, welche aufgrund des unterschiedlichen Sucheinsatzes zwischen den Jahren variierten. Die
jährlichen Überlebensraten stationärer Schildkröten stiegen mit dem Panzervolumen das von 0.74 bis 0.99 reichte. Obwohl
Weibchen größer sind, lag ihre Überlebensrate leicht unterhalb der Überlebensrate der Männchen.
Möglicherweise ist der Grund die verstärkte Aktivität der Weibchen um genügend Nährstoffe für die Produktion
der großen Eier aufzunehmen. Die Regenfälle hatten nur geringen Einfluss auf die Überlebensrate der Tiere was den Schluss
zulässt das
H. s. signatus effektive physiologische Mechanismen ausnutzt um auf die Dürre zu reagiert und das
Überleben zu sichern. Folglich scheint die Sterblichkeit durch periodische Dürren nicht den empfohlenen Erhaltungsprojekten, die
Überlebensrate der adulten Tiere zu verbessern, zu wiedersprechen.
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