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Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Kotanalysen bei Schildkröten



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Wissenschaft im Fokus


Mosimann, D. & A. Cadi (2004): On the occurrence and viability of the European pond turtle (Emys orbicularis) in Moulin-de-Vert (Geneva, Switzerland): 50 years after first introduction. - Biologia 59, Suppl. 14: 109-112.


Über das Vorkommen und die Überlebensfähigkeit der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) in Moulin-de-Vert (Genf, Schweiz): 50 Jahre nach der ersten Einführung


Dieses Forschungsvorhaben widmete sich (i) der Untersuchung einer gemischten Population von allochtonen Emys orbicularis und Trachemys scripta elegans im Moulin-de-Vert Reservat (Kanton Genf, Südwest-Schweiz) 50 Jahre nach der Einführung der ersten E. orbicularis und (ii) der Studie der Habitatnutzung der dortigen E. orbicularis. Wir verwendeten drei Methoden, visuelle Beobachtungen, die Fang-Markierungs-Wiederfangmethode und Nistbeobachtungen. 1.439 Beobachtungen wurden zwischen dem 11. April und dem 19. Oktober 2001 aufgenommen. Die wichtigsten Klimadaten, welche die Beobachtungen beeinflussten sind die durchschnittliche Sonnenscheindauer und -intensität. Die allermeisten Beobachtungen beziehen sich auf E. orbicularis, weniger als 5 % auf T. s. elegans. Nur sechs T. s. elegans wurden gefangen und entfernt. Alle Altersklassen von E. orbicularis wurden aufgezeichnet, jedoch dominierten adulte Exemplare (89 % der Beobachtungen). Jüngere Altersklassen sind scheuer und versteckter. Das kann zu einer Unterschätzung ihrer Anzahl geführt haben. Das Geschlechtsverhältnis adulter Tiere war zugunsten der Weibchen verschoben (1 Männchen : 1,47 Weibchen). Die bevorzugten Sonnenplätze bestanden aus Totholz (fast drei Viertel der Sichtungen). Eine hoch effiziente Fangmethode wurde eingeführt, die zu dem Fang von 462 Sumpfschildkröten in vier Sitzungen führte, was eine Gesamtheit von 260 Individuen ergab. Die größten Anzahlen an Fängen fanden während des Sommers statt. Während der Vor-Nistzeit (14.-18. März) dominierten Männchen, was auf ihre erhöhte Aktivität während der Reproduktionssaison hinweist. Während der anderen Zeiten (nach der Nistzeit: 2.-6. Juli, im Sommer 13.-18. August und vor der Hibernation 10.-14. September) wurden häufiger Weibchen gefangen. Größere Anzahlen an Juvenilen wurden vom Beginn des Sommers bis Ende September notiert und nach der Schlupfsaison im Oktober. Wir schätzen die Populationsgröße auf 306 +/- 10,5 Schildkröten, das entspricht einer Dichte von 64 Individuen pro Hektar.




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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus