dauvi Verlag – Schildkröten im Fokus dauvi Verlag
 
News
Zeitschriften
Bücher
Verlag
Impressum
 
 
S U C H E


Neue Seiten anzeigen
powered by crawl-it
Kindersuchmaschine fragFINN
 
N E W S
Wissenschaft
im Fokus

Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

  RSS-Feed
  facebook

Kotanalysen bei Schildkröten



Aktuelle Ausgabe:

Jetzt im Format DIN A4


Wissenschaft im Fokus


Oz, M., A. Erdogan, Y. Kaska, S. Dusen, A. Aslan, H. Sert, M. Yavuz & M. R. Tunc (2004): Nest temperature and sex-ratio estimates of loggerhead turtles at Patara beach on the southwestern coast of Turkey. – Canadian Journal of Zoology – Revue Canadienne de Zoologie 82: 94-101.

Nesttemperatur und Erfassung des Geschlechterverhältnis bei der Unechten Karettschildkröte am Strand von Patara an der Südwestküste der Türkei


Während der Ablageperioden der Jahre 2000 und 2001 wurde die Gesamtzahl der ankommenden, ablegenden und nicht-ablegenden Schildkröten (Caretta caretta), die Nestverteilung, und die Entfernung der Nester vom Wasser erfasst. Die Hauptablagezeit der Meeresschildkröten (Familie Cheloniidae) liegt zwischen Juni und Juli. Unechte Karettschildkröten stellen bei weitem die größte Menge der ankommenden Tiere, nur zwei Bastardschildkröten (Chelonia mydas) wurden registriert. Die geringe Anzahl untersuchter Nester (52 in 2000 und 53 in 2001) war dadurch bedingt, dass der beobachtete Anstieg des Meeresspiegels eine verstärkte Küstenerosion mit sich brachte, der die meisten Nester am Patarastrand zum Opfer fielen. Somit lag auch die Schlupfrate recht niedrig. Die Nesttemperatur, die in vier Nestern und im Sand bei unterschiedlicher Distanz zum Wasser mit Temperaturdatenspeichern gemessen wurde, ergab eine mittlere Nesttemperatur von 28,8-30,7 °C, wobei die höchsten Temperaturen mit 28,5-31,0 °C im mittleren Drittel der Inkubationszeit lagen. Die Durchschnittstemperatur, Inkubationsdauer und die Durchschnittstemperatur während des mittleren Drittels der Inkubationsdauer sowie das Geschlechterverhältnis bei den Schlüpflingen wurde in Abhängigkeit von der jeweiligen Sand- und Nesttemperatur ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten ein von Weibchen-dominiertes Geschlechterverhältnis, als Ursachen dafür werden vermutet, das die Schlüpflinge aus zu weit vom Wasser entfernten Nestern Prädatoren anheimfallen und die Nester, die zu dicht am Wasser lagen, weggespült wurden, denn die Sandtemperaturen zeigten deutliche Unterschiede mit zunehmender Entfernung von der Wasserlinie.




Zum Seitenanfang



Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.



© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus