Wissenschaft im Fokus
Pozio, E., G.
Marucci, A. Casulli,
L. Sacchi, S. Mukaratirwa,
C. M. Foggin, & G. La Rosa (2004): Trichinella papuae and
Trichinella zimbabwensis induce infection in experimentally infected varans,
caimans, pythons and turtles. – Parasitology 128: 333-342.
Trichinella papuae and
Trichinella zimbabwensis lassen sich experimentell
auf Warane, Kaimane, Pythons und Schildkröten übertragen
Die Entdeckung von
Trichinella zimbabwensis in Krokodilen aus Farmen in
Zimbabwe eröffnete ein neues Feld für epidemiologische Studien der Gattung
Trichinella. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das Infektionspotential von
eingekapselten Trichinen der Arten
T. spiralis,
T. nativa,
T.
britovi,
T. murelli und
T. nelsoni sowie von nicht
eingekapselten Arten
T. pseudospiralis,
T. papuae und
T.
zimbabwensis bei dem Kaiman (
Caiman crocodilus), Waranen (
Varanus
exanthematicus), Pythons (
Python molurus bivittatus) und
Schildkröten (
Pelomedusa subrufa) zu untersuchen. Die Tiere wurden
unter ihren jeweiligen natürlichen Temperaturen (26-32 °C) gehalten.
Mäuse und Hühner dienten als Kontrollen. Am sechsten Tag nach der
Infektion waren die adulten Würmer der Arten
T. papuae und
T.
zimbabwensis im Dünndarm von Reptilien nachweisbar. Zeitgleich fand sich
bei Hühnern
T. pseudospirals und bei Mäusen waren alle Arten
nachweisbar. Sechzig Tage nach der Infektion waren die adulten Würmer von
T. papuae und
T. zimbabwensis aus dem Darm von Waranen und Kaimanen
zu isolieren, ebenso konnten die Larvenstadien aus der Muskulatur aller vier
Reptilienarten isoliert werden.
T.-pseudospiralis-Larven fanden sich im
Hühnermuskel und die Larven aller Arten waren in der Muskulatur von Mäusen
nachweisbar. Die höchste Reproduktionskapazität für die beiden Arten
T. papuae und
T. zimbabwensis wurde in Waranen gefunden. Die Ergebnisse
zeigen, dass
T. papuae und
T. zimbabwensis in der Lage sind, ihren
gesamten Lebenszyklus, sowohl in poikilothermen (wechselwarmen) als auch in homiothermen
Tieren vollständig zu durchlaufen.
Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Es erscheint also durchaus möglich, dass solche Infektionen und Ansteckungen
auch in der Terrarienhaltung auftreten können, da die genannten Waran und
Kaimanarten hier nicht gerade zu den selten gehaltenen Reptilien zählen.
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