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Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Wissenschaft im Fokus


Pozio, E., G. Marucci, A. Casulli, L. Sacchi, S. Mukaratirwa, C. M. Foggin, & G. La Rosa (2004): Trichinella papuae and Trichinella zimbabwensis induce infection in experimentally infected varans, caimans, pythons and turtles. – Parasitology 128: 333-342.

Trichinella papuae and Trichinella zimbabwensis lassen sich experimentell auf Warane, Kaimane, Pythons und Schildkröten übertragen


Die Entdeckung von Trichinella zimbabwensis in Krokodilen aus Farmen in Zimbabwe eröffnete ein neues Feld für epidemiologische Studien der Gattung Trichinella. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das Infektionspotential von eingekapselten Trichinen der Arten T. spiralis, T. nativa, T. britovi, T. murelli und T. nelsoni sowie von nicht eingekapselten Arten T. pseudospiralis, T. papuae und T. zimbabwensis bei dem Kaiman (Caiman crocodilus), Waranen (Varanus exanthematicus), Pythons (Python molurus bivittatus) und Schildkröten (Pelomedusa subrufa) zu untersuchen. Die Tiere wurden unter ihren jeweiligen natürlichen Temperaturen (26-32 °C) gehalten. Mäuse und Hühner dienten als Kontrollen. Am sechsten Tag nach der Infektion waren die adulten Würmer der Arten T. papuae und T. zimbabwensis im Dünndarm von Reptilien nachweisbar. Zeitgleich fand sich bei Hühnern T. pseudospirals und bei Mäusen waren alle Arten nachweisbar. Sechzig Tage nach der Infektion waren die adulten Würmer von T. papuae und T. zimbabwensis aus dem Darm von Waranen und Kaimanen zu isolieren, ebenso konnten die Larvenstadien aus der Muskulatur aller vier Reptilienarten isoliert werden. T.-pseudospiralis-Larven fanden sich im Hühnermuskel und die Larven aller Arten waren in der Muskulatur von Mäusen nachweisbar. Die höchste Reproduktionskapazität für die beiden Arten T. papuae und T. zimbabwensis wurde in Waranen gefunden. Die Ergebnisse zeigen, dass T. papuae und T. zimbabwensis in der Lage sind, ihren gesamten Lebenszyklus, sowohl in poikilothermen (wechselwarmen) als auch in homiothermen Tieren vollständig zu durchlaufen.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Es erscheint also durchaus möglich, dass solche Infektionen und Ansteckungen auch in der Terrarienhaltung auftreten können, da die genannten Waran und Kaimanarten hier nicht gerade zu den selten gehaltenen Reptilien zählen.




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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus