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Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Kotanalysen bei Schildkröten



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Wissenschaft im Fokus


Rossell, C. R., I. M. Rossell & S. Patch (2006): Microhabitat selection by eastern box turtles (Terrapene c. carolina) in a North Carolina mountain wetland. – Journal of Herpetology 40 (2): 280-284.

Mikrohabitatauswahl bei der östlichen Dosenschildkröte (Terrapene c. carolina) in einem montanen Feuchtgebiet North Carolinas


Wir untersuchten die Mikrohabitatauswahl von Terrapene carolina carolina in North Carolina in einem montanen Feuchtgebiet. Wir überwachten 21 mit Radiosendern markierte Schildkröten in 1997 und 1998. Die Schildkröten wurden mindestens einmal pro Woche geortet und zwar von Mitte Mai bis zum Zeitpunkt, an dem sie ihre Überwinterungshöhle aufsuchten. Die Mikrohabitatcharakteristika wurden für jedes der Tiere quantifiziert und mit einer zufällig gewählten Landschaftsform in einem Umkreis von maximal 25 m zum jeweiligen Aufenthaltsort des jeweiligen Tieres verglichen. Das Wetter variierte während der Studie, wobei 1998 wesentlich heißer und trockener als 1997 war. Die Mikrohabitatwahl für Männchen und Weibchen war gleich, mit einer Ausnahme, dass Weibchen Orte mit mehr unbedeckter Erde (weniger Bewuchs) bevorzugten. Generell richteten sich die Schildkröten im Vergleich zur benachbarten Umgebung immer in feuchteren Bereichen ein (vergruben sich). Dosenschildkröten suchten auch im Vergleich zur Umgebung Habitate mit niedrigerer Oberflächentemperatur und höher Feuchte auf, was insbesondere für die heißen trockenen Perioden zu beobachten war. Dieses Verhalten half ihnen möglicherweise, die Körpertemperatur zu regulieren und einer Austrocknung vorzubeugen. Während des Sommers 1997 und der gesamten Überwachungsperiode 1998 waren die Schildkröten an Lokalitäten zu finden, die eine moderate Bedeckung durch Baumkronen aufwiesen, aber relativ weniger direkten Bodenbewuchs zeigten, als man vermuten würde. Bereiche mit weniger direktem Bodenbewuchs könnten eine bessere Luftzirkulation aufweisen, was es den Schildkröten erlauben könnte, Wärme schneller abzustrahlen. Die Menge an Todholz, Falllaub und Baumkronenbedeckung an den Schildkrötenstandorten war vergleichbar mit jener der Vergleichsareale in der angrenzenden Umgebung. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Parameter, die ein Mikrohabitat von T. carolina im Wesentlichen charakterisieren, durch die Oberflächentemperatur, die rel. Feuchte und den Unterwuchs bestimmt werden und dass deren Auswahl in Bezug zur Thermoregulation und der Minimierung von Wasserverlusten steht.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Siehe auch: Donaldson & Echternacht (2005) Journal of Herpetology 39 (2): 278-284 oder WiF-Archiv




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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus