Wissenschaft im Fokus
Ruane, S., S. A. Dinkelacker & J. B.
Iverson (2008): Demographic and reproductive traits of Blanding's
turtles, Emydoidea blandingii, at the western edge of the species'
range. – Copeia 2008 (4): 771-779.
Demographische und Reproduktionsparameter der
Amerikanischen Sumpfschildkröte, Emydoidea
blandingii, am westlichen Rand des Verbreitungsgebiets
der Art
Konspezifische Schildkrötenpopulationen zeigen typischerweise Unterschiede
bezüglich ihrer demographischen und reproduktiven Parameter wie
Adultgröße, Wachstumsrate, Geschlechterverhältnis und
Gelegegröße. Wie früher beschrieben, sind die Variationen in
Bezug auf diese Parameter mit den Unterschieden korreliert, die sich in der
lokalen Umwelt feststellen lassen, wie dem Breitengrad und dem Habitat. Unter
der Feststellung, dass einige Schildkrötenspezies ein riesiges
geographisches Verbreitungsgebiet haben und eine Reihe unterschiedlicher
Habitate besiedeln, ist es nur logisch und zwingend zu erfassen, wie sich die
oben genannten Parameter innerhalb des Verbreitungsgebiets voneinander
unterscheiden. Dahingehend untersuchten wir die demographischen und
Reproduktionsparameter von Emydoidea blandingii im Grant County, Nebraska
über einen Zeitraum von sechs Jahren. Das Geschlechterverhältnis der
Population ist von Weibchen dominiert (0,7:1,0, M:W) und hin zu sehr
großen adulten Schildkröten (5:1, adult:juvenil) verschoben. Die
Analyse der Überlebensrate der Adulten ergab für Weibchen 59 %
Jahresüberlebensrate, wobei sie eine höhere Mortalitätsrate als
die Männchen zeigen, da deren jährliche Überlebensrate bei 90 %
lag, was darauf zurückzuführen sein mag, dass Weibchen häufiger
an Straßen überfahren werden. Im Gegensatz zu allen früheren
Berichten ergab die Analyse der Reproduktionsparameter, dass die
Schildkröten hier im westlichen Nebraska nicht mit zunehmender
Körpergröße auch größere Gelege produzieren. Viel
eher vergrößert sich die Eigröße mit zunehmender
Körpergröße, was helfen könnte, das Austrocknen der Eier in
diesem ariden Habitat zu minimieren. Eine optimale Eigröße wird
wahrscheinlich kaum erreicht, aufgrund der Beschränkungen der Beckenbreite
bei diesen Weibchen. Ein Vergleich unserer Befunde mit denen aus anderen Studien
zu
E. blandingii wird diskutiert.
Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Mit 72 Referenzen eine umfassende Diskussion.
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Amerikanische Sumpfschildkröte, Emydoidea blandingii |
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