Wissenschaft im Fokus
Veröffentlicht: 04.07.2010
Stevenson, D. J., M- R. Bolt, D. J. Smith, K. M. Enge, N. L. Hyslop, T. M. Norton & K. J. Dyer (2010):
Prey Records for the Eastern Indigo Snake (Drymarchon couperi). – Southeastern Naturalist 9 (1): 1-18.
Beuteaufzeichnungen für die Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi).
Beutetiere für die geschützte Östliche Indigonatter (
Drymarchon couperi) wurden gesammelt und anhand der
publizierten und grauen Literatur zusammengestellt, zudem wurden Feldbeobachtungen, Sektionen, Präparation des Mageninhalts bei
Museumspräparaten und durch Befragung zuverlässiger Personen mit einbezogen. 186 Befunde wurden für 48 verschiedene
Beutetierspezies gesammelt. Frösche, Kröten, Gopherschildkröten, Schlangen und Nager stellten ca. 85 % der Beutetiere. Die
meisten Aufzeichnungen (n=143), die Größenangaben enthielten, bezogen sich auf adulte Indigos, 17 auf Juvenile. Die
Aufzeichnungen erfassen einen Zeitraum von 1940-2008 und beziehen sich auf alle Monate des Jahres. Diese Daten bestätigen, dass die
Östliche Indigonatter ein breitgestreutes Beutespektrum verschiedenster Größe nutzt. Diese Strategie erlaubt es
D.
couperi potentiell in vielfältigen Habitaten zu überleben und sich wechselnden Habitatbedingungen anzupassen, was vorteilhaft
für einen Topprädator ist, der eine große Home Range benötigt.
Kommentar von H.-J. Bidmon
Selbst wenn hier Schildkröten nur als Beutetiere erwähnt sind, sollte uns die Arbeit daran erinnern, dass auch hierzulande
Nachzuchten durchaus der Ringelnatter als Beute dienen, was in der Natur auch für
Emys orbicularis zutrifft. Dementsprechend
sollten all jene, die in Gegenden Schildkröten nachziehen, wo glücklicherweise die Ringelnatter noch zum natürlichen
Garteninventar zählt, daran denken, die Schlüpflingsgehege schlangensicher auszugestalten.
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