Wissenschaft im Fokus
Van Houtan, K. S. & O, L.
Bass (2007): Stormy oceans are associated with
declines in sea turtle hatching. – Current Biology 17 (15): R590-R591.
Stürmische Ozeane stehen in Beziehung zum
Meeresschildkrötenschlupf
Viele Populationen von Meeresschildkröten haben auf unter 10 % ihrer
früheren Anzahl abgenommen. Die in der Vergangenheit erfolgte systematische
Ausbeutung war eine der prinzipiellen Ursachen für die Abnahme, allerdings
werden Meeresschildkröten auch heute von ähnlichen Gefahren bedroht.
Adulte und Juvenile werden immer noch aktiv von kommerziellen Fischern gejagt,
die sie als Beifang mitfischen. Die Niststrände werden durch Bebauung
verkleinert. Das Sammeln der Eier und das Wildern ablegender Weibchen findet
mancher Orts immer noch statt. Zusätzlich zu diesen hinlänglich
bekannten Gefährdungen gibt es aber noch eine weitgehend unbemerkte
Bedrohung als Konsequenz des Klimawandels. Hier berichten wir von der
Schildkrötenüberwachung in Dry Tortugas National Park (DTNP, 24.64N
82.86W), Florida, und zeigen, dass Hurrikane und andere starke Stürme eine
zunehmende Gefahr für die nistenden Unechten Karettschildkröten
(
Caretta caretta) und die Suppenschildkröten (
Chelonia
mydas) darstellen. Beide Arten stehen im US Endangered Species Act, und die
IUCN listet sie als bedroht.
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