dauvi Verlag – Schildkröten im Fokus dauvi Verlag
 
News
Zeitschriften
Bücher
Verlag
Impressum
 
 
S U C H E


Neue Seiten anzeigen
powered by crawl-it
Kindersuchmaschine fragFINN
 
N E W S
Wissenschaft
im Fokus

Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

  RSS-Feed
  facebook

Kotanalysen bei Schildkröten



Aktuelle Ausgabe:

Jetzt im Format DIN A4


Wissenschaft im Fokus


Velo-Antón, G., R. Godinho, C. Ayres, N. Ferrand & A. C. Rivera (2007): Assignment tests applied to relocate individuals of unknown origin in a threatened species, the European pond turtle (Emys orbicularis). – Amphibia-Reptilia 28 (4): 475-484.

Zuordnungstests, angewandt um bei einer gefährdeten Spezies der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) die Individuen mit unbekannter Herkunft einzuordnen


Der Tierhandel ist weltweit ein bedeutender Faktor und einer der Faktoren, die wildlebende Populationen gefährden. Denn wenn wildlebende Tiere gesammelt werden, um als Haustiere gehalten zu werden, kann dies zu unterschiedlichen Problemen führen i) Eine Steigerung der Populationsgefährdung insbesondere bei seltenen Arten; ii) das Aussetzen exotischer Haustiere in die freie Wildbahn mit dem Risiko einer Konkurrenzsituation zu einheimischen Arten einschließlich der Verbreitung fremder Parasiten und Krankheiten und iii) die Pflege von Tieren mit unbekannter Herkunft in Erhaltungsprogrammen und Zoos, die wenn die Zahlen überhand nehmen, entweder getötet werden oder die in den Gebieten ihrer vermuteten Herkunft ausgewildert werden. In dieser Arbeit benutzten wir sieben Mikrosatelliten-Loci, um die genetische Diversität und genetische Struktur für die Europäische Sumpfschildkröte (Emys obicularis) innerhalb ihrer Verbreitungsgebiete auf der iberischen Halbinsel zu untersuchen. Ein Bayesian-Test zeigte eine genotypische Differenzierung zwischen den Regionen, in denen Proben genommen wurden, die es erlaubte, die meisten Individuen (90 %) ihren Herkunftsorten zuzuordnen, wobei die Zuordnungswahrscheinlichkeit höher als 95 % lag. Die Wahrscheinlichkeitswerte für die Zuordnung von Individuen, die aus Erhaltungszentren stammten lagen über 90 % bei 22 von insgesamt 36 Individuen. Diese Arbeit ist ein erster Schritt, um Tiere unbekannter Herkunft auf der Basis von genetischen Übereinstimmungen ihren Ursprungspopulationen zuordnen zu können, was hilfreich für Wiederansiedlungsprogramme für bedrohte Arten sein kann.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Siehe Abstract und Kommentar zu Gaur et al. (2006): The origin of Indian Star tortoises (Geochelone elegans) based on nuclear and mitochondrial DNA analysis: A story of rescue and repatriation. – Conservation Genetics 7 (2): 231-240 oder SiF 3(3) 2006.




Zum Seitenanfang



Tipp:
Benutzen Sie die Suchfunktion unserer Homepage, so können sie einfach und schnell unsere Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen.



© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus