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Aktualisiert:
14.05.2012

Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Kotanalysen bei Schildkröten



Aktuelle Ausgabe:

Jetzt im Format DIN A4


Wissenschaft im Fokus


Wolf, K. N., C. A. Harms & J. F. Beasley (2008): Evaluation of five clinical chemistry analyzers for use in health assessment in sea turtles – JAVMA – Journal of the American Veterinary Medical Association 233 (3): 470-475.

Evaluation von fünf Analysegeräten für klinisch-chemische Parameter zur Erfassung des Gesundheitsstatus bei Meeresschildkröten


Zielsetzung: Es ging darum, die Vergleichbarkeit biochemischer Messwerte, die mit einem Handanalysegerät bestimmt wurden, mit jenen, die von zwei Tischgeräten, sowie jenen, die von zwei Diagnostiklaboren bestimmt wurden, anhand von Replikatproben von Meeresschildkrötenblut zu überprüfen.
Studien und Validierungsdesign: Als Untersuchungstiere dienten 22 in Gefangenschaft gehaltene juvenile Meeresschildkröten.
Vorgehen: Meeresschildkröten (18 Unechte Karettschildkröten [Caretta caretta], 3 Suppenschildkröten [Chelonia mydas], und 1 Bastardschildkröte [Lepidochelys kempil]) wurden manuell je eine Blutprobe entnommen und diese wurden dann so aufgeteilt, dass sie für fünf unterschiedliche Messungen mit verschiedenen Analysegeräten verwendet werden konnten. Der Hämatokrit sowie die Konzentrationen und Aktivitäten von Aspartataminotransferase, Creatinkinase, Glucose, Gesamtprotein, Albumin, BUN, Harnsäure, P, Ca, K, Na, Cl, Lactatdehydrogenase und Alkalische Phosphatase wurden bestimmt. Die erhaltenen Mittelwerte für jeden der nachgewiesenen Stoffe wurden dann verglichen, um Unterschiede zwischen den fünf Analysegeräten bzw. Laboren zu erfassen.
Ergebnis: Es wurden signifikante Unterschiede für die meisten Parameter zwischen den verschiedenen Analysegeräten gefunden, nur die beiden Diagnostiklabore lieferten vergleichbare Messwerte für alle gemessenen Parameter. Die Größenordnung für die Unterschiede zwischen den Diagnoselaboren und den eigenen Tischgeräten war >= 10 % für 10 der 15 Messparameter.
Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Variabilität der Ergebnisse konnte zum Teil auf Unterschiede bei der Analysemethodik zurückgeführt werden. Somit ist es sehr wichtig, die spezifische Messmethode anzugeben, wenn biochemische Daten übermittelt und interpretiert werden. In Abhängigkeit der gemessenen Substanz und dem spezifischen Fall, kann der Größenunterschied im Messwert zwischen den unterschiedlichen Messgeräten Auswirkungen auf das Patientenmanagement (die Behandlung) haben.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Auch hier ein klarer Befund, der zeigt, dass selbst gerätespezifische Unterschiede in der Nachweismethodik zu nicht exakt vergleichbaren Ergebnissen führen können, die bei der Behandlung berücksichtigt werden müssen.




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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus