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Nachzucht statt Farmzucht; eine Initiative der Schildkröten im Fokus

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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 20.02.2011 Share it on Facebook


Yurii, V., Kornilev, C.K., Dodd, Jr. & G.R. Johnston (2010): Linear Home Range, Movement, and Spatial Distribution of the Suwannee Cooter (Pseudemys concinna suwanniensis) in a Blackwater River. – Chelonian Conservation and Biology 9(2): 196-204.

Lineare Home Range, Bewegung und räumliche Verbreitung der Suwannee Fluss-Schmuckschildkröte (Pseudemys concinna suwanniensis) in einem Schwarzwasserfluss.


Die Philippinen-Erdschildkröte Siebenrockiella leytensis ist für Palawan und die Dumeran Inseln endemisch. Die beschränkte Verbreitung, die Nutzung, sowie die Zerstörung des Habitats sind die maßgeblichen bedrohenden Faktoren dieser Art.

Die verminderte Tannin-Belastung der Jahre 2006/2007 in einem Schwarzwasserfluss im Norden Floridas ermöglichte uns ökologische Beobachtungen an der Suwannee Fluss-Schmuckschildkröte (Pseudemys concinna suwanniensis), einer Art die normalerweise nur in klaren, aus Quellen gespeisten Flüssen zu beobachten ist. Mittels der Rückfangmethode führten wir eine Studie an dieser geschützten Art durch und erfassten über fünf Monate die Fundorte der markierten Individuen in dem 7,4 km großen Untersuchungsgebiet. Große Suwannee Fluss-Schmuckschildkröten sind sehr beweglich und können schnell große Distanzen zurücklegen (1,5 km an einem Tag), einige Individuen wurden erst 5 km vom vorherigen Fundort entfernt angetroffen. Die Neigung großer Schildkröten sich durch verschiedenartige Habitate zu bewegen und die Größe der aktiv genutzten linearen Home Ranges variierten erheblich und lassen sich besser durch individuelle Variation, als durch den Geschlechtsunterschied erklären. Wir beobachteten eine individuenreiche Population, die alle Altersklassen umfasste. Die Verteilung der Schildkröten über die Flussabschnitte des gesamten Untersuchungsgebiets war sehr ungleichmäßig und positiv korreliert mit der Anzahl der Sonnenplätze und der Wassertiefe. Wir empfehlen Sonnenplatz-Zählungen, um Populationstrends in Schwarzwasserflüssen zu überwachen, insbesondere bei hohen Tannin-Konzentrationen wenn ein Fangen per Hand schwierig ist.

Kommentar von Flora Ihlow

Schwarzwasserflüsse sind arm an Nährstoffen und Mineralien, sauer (PH Wert zwischen 3 und 6,5) und durch Tannine dunkel gefärbt. Tannin ist ein pflanzlicher Gerbstoff dikotyler (zweikeimlättriger) Pflanzen. Schwarzwasserflüsse sind aufgrund ihrer Wasserchemie besonders artenarm.


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© Michael Daubner 2012Schildkröten im Focus